Willkommen in der Pfarrei St. Barbara Breinig
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Geistlicher Impuls zum Sonntag - 08. Februar 2026

Vom Salz in der Suppe

salz-07_by_Friedbert_Simon_pfarrbriefservice (c) Friedbert Simon - www.pfarrbriefservice.de
salz-07_by_Friedbert_Simon_pfarrbriefservice
Datum:
Fr. 6. Feb. 2026
Von:
Ulrich Lühring

Kochen im Fernsehen ist in.
Auf irgendeinem Kanal wird garantiert gekocht. Am liebsten mit irgendwelchen Prominenten – egal, ob die kochen können oder nicht.

Auch wenn es etwas an den Haaren herbeigezogen scheint: Im heutigen Sonntagsevangelium erleben wir einen sehr prominenten Koch. – Gott selbst.
Auch wenn es etwas abstrus klingt, lassen Sie sich doch mal auf dieses Bild ein: Gott als Koch.

Gott, der ein erlesenes Menü zusammenstellt: die Welt.
Und am Schluss, beim Abschmecken, da stellt ER fest, da fehlt etwas.

Alle Köchinnen und Köche kennen das: Alles nach Rezept gemacht, aber etwas fehlt.
Um in diesem Bild von Gott als Chefkoch zu bleiben: Es ist ausgerechnet der „Lehrling Jesus“, der merkt was fehlt: Es fehlt Salz.
Und er weiß auch, wo dieses Salz zu finden ist.
Er weiß, wer diese Aufgabe vollbringen kann, dem „Weltmenü“ die Würze zu geben, das es braucht.

Ihr seid das Salz der Erde.

Gott, der große Chefkoch, hat sich das Menü ausgedacht. Aber es fehlt etwas. Um genießbar zu sein, braucht die Welt Salz.

Salz ist in der Küche nicht für sich selbst da. Wer würde schon pures Salz essen wollen.
Salz soll Speisen würzen. Salz ist für die Suppe da, für die Kartoffeln, für das Ei.
Salz ist – übertragen formuliert – für andere da.

 

Für wen sind wir da?
Nicht für uns selbst. Wir sind da, weil wir gebraucht werden.
So wie das Salz gebraucht wird, damit wir Geschmack am Essen finden, damit das Leben nicht fade wird.

Ihr seid das Salz der Erde.

 

So wie das Licht gebraucht wird, damit Pflanzen wachsen können.
Ihr seid das Licht der Welt.

Das heißt: Ich, Gott, brauche Euch. Ohne Euch ist diese Welt ungenießbar.
Gott braucht uns, Sie und mich. An lauter verschiedenen Orten.
So unterschiedlich wie wir sind.

Sperrt Eure Augen und Ohren auf, dann werdet Ihr erkennen, wo Ihr gebraucht werdet – mit Euren Talenten, mit Euren Fähigkeiten und Möglichkeiten.

Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt.

GOTT hat mit Euch etwas vor.
Gebt der Welt, was sie braucht: Euren Geschmack. Euer Licht.

Wo wird denn heute IHR Salz gebraucht, damit die Welt "mehr Geschmack" hat?

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Ihr seid das Salz der Erde

Hat der Evangelist etwa
meine eigenen Fragen und Zweifel gehört:
Was kann ich schon bewirken?
Kommt es auf mich überhaupt an?
Lohnt es sich, anders zu leben?

Zu einem neuen Lebensstil
will der Evangelist anspornen:
Gerechtigkeit und Barmherzigkeit empfiehlt er,

– nicht etwa frommen Überfliegern,
Besserglaubern, Besserwissern –

diesen Lebensstil empfiehlt er uns:
Gerechtigkeit ist möglich,
menschenmöglich, mit Gottes Geist!

Salz der Erde – auf uns kommt es an,
auf mich, auf dich kommt es an!
Du bist vielleicht nur ein Salzkörnchen,
doch es wiegt schwer:
Man wird es schmecken.

Man wird es merken,
wenn dieses Salz in der Suppe fehlt.

Dorothee Sandherr-Klemp
www.pfarrbriefservice.de

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Einen schönen Sonntag
wünscht Ihnen
Ihr Ulrich Lühring