Breinig - eine kurze Ortsgeschichte

IMG_5191 (c) Ulrich Lühring

Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes Breinig datiert aus dem Jahr 1303 als ein 'Franco von Venwegen' die Sicherheit eines Verkaufs mit seinem Breiniger Eisenzehnten verbürgte.

Archäologen konnten jedoch eine deutlich frühere Existenz des Ortes nachweisen. So wurde bereits in römischer Zeit in 'Britanicum' (so lautet wahrscheinlich der ursprüngliche, galloromanische Name des Ortes) Erz abgebaut.

Seit 817 gehörte das sogenannte 'Münsterländchen' zur Reichsabtei Kornelimünster. Breinig war neben Kornelimünster, Brand, Walheim und Büsbach eine der fünf 'Hunschaften' (Wehrbezirke) der Abteil. Die Lehnhöfe der Abtei waren der Hönier Hof (heute bei Venwegen), das Mannlehen 'Im Steg' (auf der Breinigerheide) und der 'Hof auf der Heiden' (Schützheide), der sich fast lückenlos bis zum Anfang des 15. Jahrhunderts zurückverfolgen lässt.

Während der Blütezeit der Kupfermeister in der frühen Neuzeit fand Breiniger Galmei in den Kupferhöfen Verwendung. Das brachte dem Ort einen bescheidenen Wohlstand. Zeitweilig arbeiteten bis zu 700 Erzarbeiter im Bereich des Schlangenbergs (heute Naturschutzgebiet).

 

Ortskern Alt Breinig - Naturschutzgebiet Schlangenberg


Sehenswert ist der historische Ortskern 'Alt Breinig', ein ganzer Straßenzug um die Pfarrkirche St. Barbara, der komplett unter Denkmalschutz steht, sowie die alten Gutshöfe Gut Stockem und Gut Rochenhaus. Seit 1980 sind rund 90 Bauten im historischen Ortskern detailgetreu saniert worden.

Südlich von Breinig umfasst das Naturschutzgebiet Schomet einen ehemaligen Steinbruch. Bei Breinigerberg liegen die Naturschutzgebiete Schlangenberg (mit Informationszentrum) und Bärenstein mit Galmeiveilchenfluren.

Downloads

Für die Besucher unserer Kirche haben wir einen kleinen Kirchenführer erstellt, den Sie über den nachfolgenden Link gerne herunterladen können.